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"Phyto"-Ceramide

Extraktion, Isolierung und Identifizierung von Glycosylceramiden aus Pflanzen

Ceramide gehören zu den Sphingolipiden, einer sehr komplexen Lipidklasse. Sie kommen in allen Tieren, Pflanzen und Pilzen, aber auch in einigen Prokaryoten und Viren vor.

Weizenkeime enthalten Glycosylceramide

Weizenkeime enthalten Glycosylceramide

Weizenkeime enthalten Glycosylceramide

Als großer Bestandteil (35-40 %) des Stratum corneums, der äußersten Schicht der menschlichen Haut, sind Ceramide maßgeblich am Aufbau und der Stabilität der Hautbarriere beteiligt. Sie übernehmen weiterhin unterschiedliche Funktionen der Signaltransduktion und der Zell-Zell-Erkennung im menschlichen Körper. Es konnten bereits apoptotische Effekte auf das humane Kolon-Karzinom nachgewiesen werden.

Struktur von Ceramiden und Glycosylceramiden in Pflanzen

Struktur von Ceramiden und Glycosylceramiden in Pflanzen

Struktur von Ceramiden und Glycosylceramiden in Pflanzen

Pflanzliche und menschliche Sphingolipide unterscheiden sich strukturell voneinander. Im Gegensatz zu menschlichen Ceramiden liegen pflanzliche Ceramide überwiegend in glycosylierter Form vor. Nach hydrolytischer Abtrennung des Zuckerrestes ist ein Funktionsvergleich jedoch möglich.

Die quantitative Extraktion und anschließende Funktions- bzw. Eigenschaftsanalysen können Aufschluss über die Bedeutung der „Phyto“-Ceramide für die Pflanzen selbst und für den Menschen geben. Dafür werden Glycosylceramide mittels moderner analytischer Verfahren in Pflanzen detektiert und isoliert, sodass sie weiteren zukünftigen Untersuchungen zur Verfügung stehen.

Kooperationen:

  • Leibniz-Institut für Pflanzenbiochemie Halle, Abt. Natur- und Wirkstoffchemie, Dr. Norbert Arnold, Prof. Dr. Ludger Wessjohann
  • Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Institut für Pharmazie, Abt. Pharmazeutische Technologie und Biopharmazie, Prof. Dr. Dr. Reinhard Neubert
  • Addis Ababa University (Äthiopien) , Pharmaceutical Chemistry & Pharmacognosy, Prof. Kaleab Asres

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